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Neue Medien - Sachbücher

Nachfolgende Generationen stellen sich oft schon als Jugendliche die Frage, was sie selbst in der Zeit des Nationalsozialismus getan hätten. Und erfahren dabei, dass die Grenze zwischen Tätern, Opfern und Mitläufern selten klar zu ziehen ist. In diesem Jugendbuch geht es jedoch um diejenigen, die eindeutig Widerstand leisteten - aus Menschlichkeit und tiefster Überzeugung.

Die Schauspielerin, die eine Jüdin in ihrer Wohnung versteckt hält und sämtliche Essensrationen teilt; der Priester, der sich international gegen das Regime vernetzt und dafür hingerichtet wird; die Hausgehilfin, die ihrem jüdischen Arbeitgeber auch nach dem Anschluss Lebensmittel bringt und dafür ins Konzentrationslager kommt: Renate Welsh erweckt die wahren Geschichten dieser Menschen in berührenden und fesselnden Erzählungen zum Leben. Auch, aber nicht nur für junge Leserinnen und Leser setzt sie die Einzelschicksale in prägnanten und informativen Nachträgen in einen historischen Kontext. Unter einem Regime, das die Unmenschlichkeit zum System gemacht hat, haben diejenigen, die klar nein sagten, bewiesen, was der Mensch sein kann. Und das macht Hoffnung für die Zukunft.

"Bei der Vereidigung von Donald Trump waren mehr Besucher als bei der von Barack Obama!"Früher gab es für derartige Behauptungen einen Fachausdruck. Nämlich: Lüge. Heute spricht man lieber von "alternativen Fakten". Liegt hier vielleicht ein Missverständnis vor, beruhend auf dem als "Schrödingers Katze" bekannt gewordenen Gedankenexperiment, in dem eine Katze nach den Regeln der Quantenmechanik gleichzeitig tot und lebendig sein kann?

Florian Scheuba, Österreichs renommiertester Kabarettist, forscht amüsant und unterhaltsam faktischen Verhältnissen nach, die so absurd sind, dass man sie nicht erfinden kann. Er geht der Frage nach, was Wahrheit bedeutet und warum es sich lohnt, für sie einzustehen. Er schlägt eine Neudefinition vor: Wahrheit ist kein für Menschen erreichbares Ziel, sondern eine Richtung. Es ist mit ihr ein bisschen so, wie mit dem Erdkern. Technisch ist es uns bislang nicht möglich bis zum Erdkern vorzudringen. Aber wir wissen: Wenn wir es versuchen wollen, müssen wir nach unten graben. Und nicht nach oben.